Angst wegfließen lassen

Angst hat man vor etwas Unbekanntem in der Zukunft. Vor der Vergangenheit hat man keine Angst, die ist ja bekannt. In der Gegenwart hat man auch keine Angst, da weiß man ja jetzt, was passiert (unabhängig von der Bewertung). Angst bezieht sich also auf etwas Zukünftiges, von dem man jetzt nicht weiß, ob es überhaupt eintreten wird. Und das verursacht Stress in der Gegenwart. Mir geht es schlecht, obwohl es mir eigentlich weiterhin gut gehen könnte.

Wie kann ich das auflösen? Mit der Atmung.

Die Atmung ist ein perfektes Instrument, um meinen Zustand anzuzeigen. Geht es mir gut, atme ich ruhig und entspannt. Habe ich Stress oder geht es mir „schlecht“, atme ich flach, stockend oder halte sogar den Atem an. Gleichzeitig kann ich die Atmung dazu nutzen, genau diesen unangenehmen Zustand aufzulösen.

Wenn eine unangenehme Situation vorbei ist, kommt automatisch ein tiefer Atemzug, ein Seufzer. Endlich kann ich wieder tief durchatmen. Durch mein inneres Erstarren, kam die Atmung ins Stocken, nach dem Lösen kann auch die Atmung wieder frei fließen. Und dieses Prinzip kann man gezielt nutzen.

Ich beginne mit einer bewussten ruhigen und tiefen Atmung. Dann stelle ich mir die zukünftige Situation vor, die mir jetzt Angst bereitet. Dabei achte ich auf meine Atmung und wie sie sich verändert. Wenn ich bemerke, dass sie ins Stocken kommt, atme ich bewusst tief aus und wieder ein. Anschließend lasse ich die Atmung von alleine weiterhin „fließen“. Die Atmung darf sich von alleine vertiefen. Ich nehme lediglich wahr, wie sie fließt und greife bewusst nur dann ein, wenn sie wieder ins Stocken kommen sollte.

Die Übung wird solange durchgeführt, bis sich die Atmung von alleine wieder beruhigt hat.

Die Übung kann dadurch ergänzt werden, dass man sich vorstellt, welches Gefühl man denn gerne in der zukünftigen Situation hätte und atmet wieder solange, bis sich die Atmung von alleine beruhigt hat.

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