Halten statt Aus-halten

Kürzlich habe ich mal wieder darüber nachgedacht, was ich eigentlich „mache“ während einer „Behandlung“. Mir kam die Idee, dass ich ein Gefühl der intensiven Nähe aufbaue. Das Entscheidende ist jedoch gar nicht die Nähe, sondern das Aushalten, was auch immer dann vom Anderen kommt. Egal was vom Anderen kommt, ich halte es aus. In dem Wort „aushalten“ steckt für mich jedoch eine Bewertung, dass das, was vom Anderen kommt, eine Belastung oder Ähnliches für mich wäre. Wenn diese Bewertung wegfällt, gibt es keine Belastung mehr, keinen Stress. Es macht nichts mehr mit mir und dadurch wird es leicht. Der Andere kann seine Last, seinen Stress, an mich abgeben, sich dadurch vollkommen entspannen und ich halte ihn dabei.

Dann wird aus dem Aus-halten ein Halten.

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