nichts bewerten und nichts erwarten

oder: Heilung als Spiel

Entscheidend für den Heilungsprozess ist eine innere Haltung, in der nichts bewertet und nichts erwartet wird. Es darf alles sein und dadurch wird alles möglich.

Indem nichts bewertet wird, kann sich das, was ist, verändern – Verspannungen können sich lösen (alle „Probleme“ / „Symptome“ sind mit Verspannungen verbunden). Da andererseits nichts erwartet wird, hat das Symptom die Freiheit zu bleiben oder sich zu verändern. Es wird nichts erzwungen.

Der genaue Verlauf des Heilungsprozesses ist grundsätzlich nicht vorhersehbar. Durch die beschriebene innere Haltung der uneingeschränkten Offenheit und Akzeptanz für den anderen (auf allen Ebenen), wird der Heiler zum Begleiter, der den Heilungsprozess demütig wahrnimmt. Er greift nicht ein, sondern hat das tiefe Vertrauen, dass die im Moment möglichen Veränderungen geschehen. Er wird zum Beobachter, der den Prozess voller Aufmerksamkeit wahrnimmt, so wie man ein spielendes kleines Kind wahrnimmt – das Kind darf spielen und der Beobachter sorgt für den sicheren Rahmen.

Der Heilungsprozess wird dadurch spielerisch leicht – ein Spiel, in dem man tun und lassen darf, was man möchte – sein darf, wie man möchte, in dem man sich fallen lassen darf und sich dadurch tief entspannt – wie ein kleines, glückliches Kind.

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